Technische Informationen Schraubanker

Auswahl der Verankerungsart

Generell wird zwischen zwei Verankerungsmöglichkeiten unterschieden: die permanente Verankerung mit dem Daueranker oder die temporäre Verankerung mit dem Montageanker.

Permanente Verankerung:

Handelt es sich um eine einmalige oder eine dauerhafte Verankerung, so empfehlen wir eine Verankerung, die mit einem Steckschlüssel eingeschraubt wird, welcher direkt an der Ankerscheibe oder unmittelbar oberhalb der Scheibe greift. Zum einen ist der Ankerschaft durch diesen Steckschlüssel während dem Einschraubvorgang gegen mechanische Beschädigung der Oberfläche durch Steine oder andere Hindernisse geschützt. Zum anderen wird beim Einschrauben der Schaft nicht durch Torsion verformt, weil das Drehmoment direkt an die Scheibe übertragen wird. Dies führt zu einer Materialeinsparung im Schaftbereich, was sich wiederum im günstigen Kaufpreis niederschlägt.
Folgende Anker werden nach diesem Prinzip verschraubt: Verankerungscheibe mit Ösendraht, Langofix, Daueranker, Sonderanker für den Kanal- und Spundwandbau, ...

Temporäre Verankerung:

Soll ein Anker nur für eine kurze Zeit an seinem Bestimmungsort eingesetzt werden oder ist eine mehrfache Verwendung vorgesehen, so muss das Einschrauben am Schaftende erfolgen. Dadurch muss der Ankerschaft deutlich stärker dimensioniert werden, da neben den üblichen Zugkräften auch noch auftretende Torsionskräfte des Einschraubvorgangs aufgenommen werden müssen. Über eine gebogene Öse, einen Vier-, bzw. Sechskant oder eine Sonderaufnahme werden folgende Anker eingeschraubt: Stabanker, Montageanker, Hopfenanker, Superanker, ...

Falls durch Mehrfachverwendung Anker öfter tordiert, verbogen und wieder gerichtet werden, ist eine Erneuerung nach einer gewissen Zeit wegen möglicher Stahlermüdung empfehlenswert.

Hinweise zum Einschrauben:

Da die aufgeführten Haltekräfte nur in Richtung des Ankerschaftes voll aufgenommen werden können, ist darauf zu achten, dass der Anker immer in Zugrichtung eingeschraubt wird.Durch die gleichmäßige Steigung unserer Ankerscheiben und eine angerundete Schneidkante lässt sich jeder Anker leicht und ohne Zerstören der Bodenstruktur einschrauben. Quasi nach dem „Korkenzieherprinzip" zieht er sich selbst in den Boden, wenn das entsprechende Drehmoment angelegt wird. Wir empfehlen eine Einschraubgeschwindigkeit von
20-25 U/min. Wird mit erhöhter Drehzahl eingeschraubt, so wühlt sich der Anker in den Boden. Dadurch wird die Bodenstruktur nachteilig gestört und die gewünschten Haltekräfte werden nicht erzielt.

Vorteile des Schraubankers

Schraubanker dienen der Schaffung von Festpunkten im Erdreich. Gegenüber anderen Verankerungsmöglichkeiten weisen Schraubanker einige ökomische und ökologische Vorteile auf.
Schraubanker sind einfach in der Handhabung, da sie sich ohne große Vorkenntnisse manuell und maschinell leicht und schnell einschrauben lassen
das Bodengefüge wird nicht gestört, wodurch Flurschäden vermieden und maximale Haltekräfte erzielt werden können
ohne erheblichen Aufwand und ohne Flurschäden zu verursachen sind temporäre Verankerungen aus Schraubankern problemlos rückbaubar. Schraubanker sind vollständig recycelbar - wertvolle Rohstoffe können in den Wertstoffkreislaus zurückgeführt werden

Schraubanker können sofort belastet werden: Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Injektionsanker, bei dem zuerst der Abbindeprozess abgeschlossen sein muss und dem Klappanker, bei welchem die Ankerplatte erst nach dem Umklappen in die Horizontale die vollen Haltekräfte entfaltet. Durch Steine und andere Hindernisse kann dieses Umklappen gehemmt oder gar verhindert werden. Außerdem entstehen beim Umklappen vor und hinter der Ankerplatte Hohlräume, die dem Anker „Spiel" geben.

Anschrift

Glienke Gerätebau GmbH
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Telefon: 07133 97479-0
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